Minarette im Doppelpack
Das in der Schweiz per Volksabstimmung beschlossene Minarett-Verbot hat in den letzten Tagen Massiv für Diskussionen in ganz Europa und - dank eines Blogposts des Bundesvorstandsmitglieds Aaron Koenig - auch in der Piratenpartei gesorgt.
Es ist zwar grundsätzlich fragwürdig, ob dieses Verbot Bestand haben wird, da es möglicherweise gegen die Schweizer Verfassung und die Menschenrechte verstößt und mit rechtlichen Tricks (genannt wurde bis jetzt beispielsweise die Beantragung als Aussichtsturm) leicht umgangen werden kann.
Trotzdem ergibt das Ergebnis sowohl von der Schweizer Bevölkerung an sich als auch vom Instrument Volksabstimmung im allgemeinen ein eher negatives Bild, muss aber aufgrund des Entscheidungsweges zunächst akzeptiert werden.
Über den Post von Aaron haben sich viele Piraten schon ausgelassen und ich kann mich dem allgmeinen Tenor nur anschließen, empfinde seine Äußerungen als inakzeptabel und grob parteischädigend und distanziere mich klar davon.
Im Gegensatz zu ihm sehe ich im Islam nämlich nicht eine
politisch-totalitäre Bewegung, die sich anderen Glaubens- und Denkrichtungen überlegen fühlt und den Anspruch hat, Andersdenkende zu bekehren und gegebenenfalls zu tötensondern eine der drei monotheistischen Weltreligionen, deren Anhänger an ein höheres Wesen glauben und die, ähnlich wie die anderen beiden und andere Religionen auch, immer wieder für verschiedene Zwecke missbraucht wird.
Aus diesem Missbrauch, von dem auch das hierzulande dominierende Christentum aus seiner Geschichte einiges erzählen kann, darf man aber nicht einer gesamten Religion das Recht auf Religionsfreiheit und der Gestaltung eigener Gotteshäuser absprechen.


3 reponses to "Minarette im Doppelpack"
1. Pingback
[...] mich bezüglich den Äußerungen von Aaron oder Stefan (so genau weiß man das nicht) König ja schon einmal geäußert und finde es unfassbar, dass er nach wie vor ein Vorstandsamt in der Piratenpartei [...]
2. Ich stimme Dir im vollsten Umfang zu
3. Danke für den Hinweis. Ich
Danke für den Hinweis. Ich habe die Einstellungen für Blogposts jetzt geändert, so dass Name, Emailadresse und Webseite angegeben werden können. Drupal ist sehr mächtig was die Einstellungsmöglichkeiten angeht und deshalb ist mir das bis jetzt nicht aufgefallen.