Minarette im Doppelpack

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Das in der Schweiz per Volksabstimmung beschlossene Minarett-Verbot hat in den letzten Tagen Massiv für Diskussionen in ganz Europa und - dank eines Blogposts des Bundesvorstandsmitglieds Aaron Koenig - auch in der Piratenpartei gesorgt.

Es ist zwar grundsätzlich fragwürdig, ob dieses Verbot Bestand haben wird, da es möglicherweise gegen die Schweizer Verfassung und die Menschenrechte verstößt und mit rechtlichen Tricks (genannt wurde bis jetzt beispielsweise die Beantragung als Aussichtsturm) leicht umgangen werden kann.

Trotzdem ergibt das Ergebnis sowohl von der Schweizer Bevölkerung an sich als auch vom Instrument Volksabstimmung im allgemeinen ein eher negatives Bild, muss aber aufgrund des Entscheidungsweges zunächst akzeptiert werden.

Über den Post von Aaron haben sich viele Piraten schon ausgelassen und ich kann mich dem allgmeinen Tenor nur anschließen, empfinde seine Äußerungen als inakzeptabel und grob parteischädigend und distanziere mich klar davon.

Im Gegensatz zu ihm sehe ich im Islam nämlich nicht eine

politisch-totalitäre Bewegung, die sich anderen Glaubens- und Denkrichtungen überlegen fühlt und den Anspruch hat, Andersdenkende zu bekehren und gegebenenfalls zu töten
sondern eine der drei monotheistischen Weltreligionen, deren Anhänger an ein höheres Wesen glauben und die, ähnlich wie die anderen beiden und andere Religionen auch, immer wieder für verschiedene Zwecke missbraucht wird.

Aus diesem Missbrauch, von dem auch das hierzulande dominierende Christentum aus seiner Geschichte einiges erzählen kann, darf man aber nicht einer gesamten Religion das Recht auf Religionsfreiheit und der Gestaltung eigener Gotteshäuser absprechen.

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Ich stimme Dir im vollsten Umfang zu

“Artikel 18 Jeder hat das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit; dieses Recht schließt die Freiheit ein, seine Religion oder seine Weltanschauung zu wechseln, sowie die Freiheit, seine Religion oder seine Weltanschauung allein oder in Gemeinschaft mit anderen, öffentlich oder privat durch Lehre, Ausübung, Gottesdienst und Kulthandlungen zu bekennen.” So steht es in der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Ich finde daran muss man sich halten. Ob man nun einer Kirche den Kirchturm verbietet oder einer Moschee die Minarette - beides empfinde ich als Eingriff in dieses Menschenrecht. Demokratie ist schön und gut - dennoch bin ich der Meinung, dass auch eine Demokratie kein Freibrief ist, geschlossen auf Minderheiten (in diesem Fall die Muslime) herumzutrampeln. Ein Staat hat meiner Meinung nach gerade auch die Aufgabe Minderheiten zu schützen. In diesen Schutz inbegriffen sehe ich aus oben genannten Menschenrecht auch den Bau von Minaretten. Daher handelt es sich meiner Meinung nach bei *dieser* Volksabstimmung um kein demokratisches Mittel sondern eher eine Meinungsumfrage, die vernachlässigt werden kann und sollte. Diese Meinungsumfrage zeigt den Muslimischen Mitbürgern, dass Vorurteile und Angst im Bezug auf den Islam existieren. Ich muss hier daher auch ganz klar die Muslimischen Mitbürger dazu auffordern, in den kommenden Jahren dieser Angst und den Vorurteilen mit Dialog und Offenheit entgegen zu treten. Blinder Hass aufgrund dieser schwerwiegenden Meinungsumfrage ist ebenso falsch wie die Abstimmung selbst. Siehe dazu auch: http://theomix.wordpress.com/2009/12/03/turme-fur-evangelische-kirchen-verboten/ *Schöne Grüße* Dunkelangst P.S: Weshalb kann ich in diesem Blog keinen Link zu meiner Seite anzeigen und auch keine E-Mail Adresse für Rückfragen hinterlassen?

Danke für den Hinweis. Ich

Danke für den Hinweis. Ich habe die Einstellungen für Blogposts jetzt geändert, so dass Name, Emailadresse und Webseite angegeben werden können. Drupal ist sehr mächtig was die Einstellungsmöglichkeiten angeht und deshalb ist mir das bis jetzt nicht aufgefallen.

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[...] mich bezüglich den Äußerungen von Aaron oder Stefan (so genau weiß man das nicht) König ja schon einmal geäußert und finde es unfassbar, dass er nach wie vor ein Vorstandsamt in der Piratenpartei [...]